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Köln erleichtert - Fahrstuhl-Geißbock in Rente PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sven Gebauer   
Donnerstag, 29. Mai 2008 um 00:34 Uhr
Hennes VII in echt (Foto: Sven Gebauer)Die Meldung des Tages war für FC-Fans nicht die Verpflichtung von Stürmer Wilfried Sanou. Auch Christoph Daum hatte sich ausnahmsweise nicht geäußert. Was war passiert? Der Verein vermeldete am Dienstag auf seiner Homepage, „Hennes VII. muss in Rente gehen“. Der Geißbock plagt sich seit einiger Zeit mit einer Hufverletzung herum. „Diese Erkrankung lässt es leider nicht zu, dass Hennes VII. weiter für den FC im Einsatz ist“, so Tierarzt Dr. Pingen. Fans und Offizielle des FC sind betroffen. Bei nicht wenigen macht sich jedoch auch Erleichterung breit. Fallen doch unter die Regentschaft von Hennes VII., der seit dem 15. März 1996 als Maskottchen die Heimspiele des FC begleitet, alle vier Abstiege des 1. FC Köln. Für einen Glücksbringer eine schwache Bilanz.

Droht nun der Klassenerhalt?

Schon in den letzten beiden Heimspielen gegen Hoffenheim und Mainz musste Hennes VII. passen. Prompt schlug der FC – zum ersten Mal in der Saison – direkte Konkurrenten um den Aufstieg in die erste Bundesliga. Bereits dies wurde von vielen Fans als Zeichen gewertet. Zu sehr bringen sie das Tier mit den zehn Jahren im Fahrstuhl zwischen Liga eins und zwei in Verbindung. Einige sehen nun sogar den Klassenerhalt in greifbarer Nähe. Zwar hat Hennes VII. auch vier Aufstiege zu verantworten. Allerdings folgte nur einmal der Klassenerhalt. Zu wenig für einen Club, dessen Fans sich auf Augenhöhe mit den Großen der Liga sehen (möchten).

Hennes IV. holte gleich drei Titel


Kein Vergleich jedenfalls zu der Performance, die beispielsweise Hennes IV. während seiner nur siebenjährigen Amtszeit bot: Er holte mit dem FC 1977 den Pokal und 1978 gar das Double. Nicht zu vergessen auch Hennes I., der 1963/64 zur ersten Deutschen Meisterschaft beitragen konnte, obwohl er durch die Reise auch zu den Auswärtsspielen des FC (teilweise im Mannschaftsbus) einer weit größeren Belastung ausgesetzt war, als Hennes VII. Allerdings mussten auch schon die Vorgänger ob des harten Jobs beim FC „Fell lassen“: Hennes VI. wurde wegen der stetig schlimmer werdenden Spielweise des FC zum Ende seiner Amtszeit gar depressiv und stellte das Fressen ein.

Spekulationen um Hennes II.

Trotz allem tritt Hennes VII. nun seinen wohlverdienten Ruhestand an. Mit 14 Jahren befindet er sich ohnehin im Winter eines Geißbock-Lebens; ein Alter, dass nicht jedem seiner Vorgänger vergönnt war: So starb Hennes II. bereits vier Jahre nach Amtsantritt, mitten in der Blüte seines Lebens. Entgegen anders lautender Spekulationen vertritt der Verein bis heute die offizielle Linie, der Tod gehe nicht auf das Konto rivalisierender Gladbach-Fans, sondern auf das eines nicht angeleinten Schäferhundes.

Der Hennes ist in Rente – Es lebe der Hennes

Hennes aus Stoff (Foto: Sven Gebauer) Die Nachfolge ist noch offen. Kandidat Pitter scheint den strengen Anforderungen an das Maskottchen-Dasein nicht gewachsen. Schon positioniert sich angeblich ein Gegenkandidat aus dem Kölner-Zoo und der Express sucht den Superbock. Wer sonst noch Anspruch auf die Nachfolge erheben kann, ist ungeklärt. Es ist nun die Aufgabe der FC-Führung, einen drohenden Nachfolge-Streit oder gar ein Interregnum zu verhindern. Hennes VII. wird dies alles herzlich egal sein zumal auch hier gilt: Et hät noch immer jot jejange.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 17. Juni 2008 um 19:50 Uhr
 

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